Südafrika


Das Land der Vielfalt
Naturreservate, Metropolen, Wüsten, 170.000 Pinguine, Berge, zwei Meere mit 3000 km Küste...und dazu unglaublich viele verschiedene Kulturen und Sprachen, die die "Rainbow Nation" ausmachen.

 
Südafrika ist mehr als 1 Million Quadratkilometer groß. 50 Millionen Einwohner bevölkern das Land und sprechen dabei 11 verschiedene Amtssprachen (isiZulu (24 %), isiXhosa (18 %), Afrikaans (13 %), Sepedi (9 %), Sesotho (8 %), Setswana (8 %), Englisch (8 %), Siswati (8 %), Tshivenda (2 %), Ndebele (2 %), Xitsonga (< 2 %)) und viele weitere Sprachen. Führende Verkehrssprache ist jedoch Englisch.


Der Regierungssitz befindet sich in Pretoria, Südafrikas Präsident ist Jacob Zuma.
Südafrika entwickelt sich zunehmend zu einem modernen Industriestaat mit einem starken Wirtschaftswachstum.
Obwohl das Land im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern sehr gut entwickelt ist, beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung doch nur etwa 50 Jahre!

Geschichte
Die Geschichte des modernen Südafrika begann mit der Ankunft einiger Niederländer, die am Kap eine Versorgungsstation für die Seeleute, die auf dem Weg nach Indien waren, einrichteten.
Die Siedlung vergrößerte sich stetig, bis die gesamte westliche Kapregion in holländischer Hand war. Die Besatzer führten jedoch etliche Grenzkriege gegen die Einheimischen, das Volk der Xhosa.
Als der Einfluss der niederländischen Händler schwand, besetzten Truppen aus Großbritannien das Kap und gründeten eine britische Kronkolonie. Die Kriege mit dem Volk der Xhosa dauerten weiter an, doch die Engländer schafften es, ihre Kolonie weiter zu vergrößern.
Nach dem 2. Weltkrieg begann die Zeit der Apartheid, in der die rechtsgerichtete 'National Party' eine radikale Rassentrennung anstrebte. Die Politik verfolgte dabei konsequent das Ziel einer Zweiklassengesellschaft, in der die europäische Bevölkerung die einheimische Bevölkerung unterdrückte. Eine konkrete Folge war die Trennung des Wohnraums. Die Weißen bewohnten die Innenstädte, während die Schwarzen in gesondert ausgewiesenen Gebieten außerhalb der Stadt angesiedelt wurden.
Der Lebensstandard hing von der Hautfarbe ab, die man hatte.
Getrennte Schulsysteme, getrennte Verkehrssysteme, extreme Gewalt vor allem gegenüber denjenigen, die etwas ändern wollten, zielten darauf ab, die schwarze Bevölkerung zu unterdrücken und die Machtposition der europäischen Besatzung zu sichern.
Der Unmut der unterdrückten Bevölkerungsschicht wuchs, bis die Aufstände in den 1990er Jahren ihren Höhepunkt erreichten und Nelson Mandela aus dem Gefängnis entlassen wurde. Die Apartheidsstrukturen verschwanden langsam, was 1994 die erste freie Wahl ermöglichte. Nelson Mandela wurde zum ersten schwarzen Präsidenten gewählt und die Apartheid fand offiziell ihr Ende.
Die liberale Wirtschaftspolitik führte zu einem starken Wirtschaftswachstum und zu einer wachsenden schwarzen Mittel- und Oberschicht.
Trotzdem ist ein Schwarz-Weiß-Denken noch in den Köpfen einiger Menschen vorhanden. Die Vergangenheit kann nur schrittweise aufgearbeitet werden.

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