Mittwoch, 15. Januar 2014

Auf Safari im Addo Elephant National Park

Ein doppelter Regenbogen! Das Ende des einen ist direkt neben uns gewesen :)
Nach 5 (gefühlten 10) Stunden Autofahrt waren wir endlich in Addo und unserer Unterkunft Aardvark Guesthouse angekommen. Leider gabs dort ein kleines Problem - wir hatten aus Versehen für den 5.-6. ein Safarizelt anstatt für den 4.-5. Januar gebucht. Zum Glüück waren im Dorm noch genau 4 Plätze frei, und wir konnten dort zusammen mit 5 Franzosen einziehen.
Das 'Hazel's', das Restaurant auf dem Gelände des Aardvark, war zum Glück auch noch genau eine Viertelstunde auf, und wir konnten uns halb Verhungerten etwas zu essen bestellen. Dort haben wir die Franzosen kennen gelernt und saßen den Abend über noch mit ihnen zusammen. Irgendwann waren wir alle aber super müde...
Das Problemchen: Einer hat geschnarcht. Und zwar so laut, dass das ganze Bett gebebt hat und man selbst mit Oropax die Schnarcher noch gehört hat. Außerdem waren Spinnen im Zimmer.. und ich habe mich gefragt, ob ich überhaupt ein Auge zu tun werde.
Naja, da wir eh kaum geschlafen haben, wars dann kein Problem, um 8 aufzustehen. Safari stand auf dem Plan! :) Wir wurden abgeholt und zusammen mit zwei anderen Deutschen in den Park gefahren. Wir hatten unseren eigenen Guide, der auch Getränke und Snacks für uns dabei hatte.
Dann sind wir bestimmt 4 Stunden durch den Nationalpark gefahren und haben sooo viel gesehen. Es war ein bisschen anstrengend, die ganze Zeit Ausschau nach den Tieren zu halten, aber es hat sich gelohnt.
Die erste Elefantenherde, die wir entdeckt haben!
Elefantenliebe :)
Ist das Schnee?!
Gazellen
eine Warzenschweinfamilie
ein Kudu
süüß!
Luxuspool für die Benjamins :)
Als wir gegen 2 wieder zurück waren, war es so heiß, dass man es nirgendwo ausgehalten hat. Wir haben im Hazel's zu Mittag gegessen und uns dann überlegt, wie wir ins Wasser kommen - wir brauchten entweder Meer oder einen Pool... Eigentlich hatten wir ja für 2 Übernachtungen gebucht, aber der nette Schweizer Besitzer hat uns erlaubt, einen Tag früher abzureisen. Schnell war ein Apartment am Meer, in Port Elizabeth, gebucht, und wir sind abgedüst!

Montag, 13. Januar 2014

Klein Karoo Wüste - Im Nirgendwo

Am nächsten Tag gings dann direkt weiter, diesmal 3 Stunden bis zu unserer Unterkunft 'Amber Lagoon' in der Wüste zwischen Calitzdorp (berühmt für Portwein) und Oudtshoorn (berühmt für Strauße). Es war cool, mit anzusehen, wie sich die Landschaft auf dem Weg verändert hat. Von fruchtbarem Weinland wurde es immer trockener und heißer und wüstiger. Locker hat das Thermometer die 40 Grad Marke geknackt, und wir waren heilfroh über unsere Klimaanlage.
In der Klein Karoo gibt es sogar Leoparden, Hyänen, Kobras, Puffottern und Schakale, wie man uns später gesagt hat, leider haben wir aber nichts entdeckt. Vielleicht war das gut so, denn die meisten Tiere da sind irgendwie gefährlich.
Wir waren oft die einzigen Menschen weit und breit, und fuhren auf der einzigen Straße weit und breit, immer geradeaus.
100 km geradeaus...
Hitzeschock beim Fotostopp
Die Straußenfarm in der Nähe von Amber Lagoon!
Schließlich, nach 7 km über einen Holperweg, kamen wir bei Amber Lagoon an, und die nette deutsche Besitzerin hat uns direkt empfangen. Sie und ihr Mann haben dort im Nirgendwo ein kleines Paradies erschaffen. Alles fügt sich aber super in die Natur ein, überall sind Pflanzen und das meiste ist aus natürlichen Sachen wie Stöcken und Steinen der Umgebung gemacht. Und natürlich ist alles was geht outdoor. Unsere Hütte hatte zwei Hochbetten und eine Miniküche und ein Bad, das draußen war und meistens von Heuschrecken besetzt war. Insgesamt war es wirklich idyllisch und ein toller Ort zum Abschalten. Das Tollste war eigentlich der Pool, in den wir sofort nach unserer Ankunft gesprungen sind. Etwas anderes als schwimmen konnte man bei den Temperaturen gar nicht machen.
unser 'Kudu Cottage'
Überall sah man Strauße - ein paar kamen uns sogar besuchen
Abendlicht in der Wüste - wunderschön!
und noch schöner: Sonnenuntergang + Weißwein
Am Abend hat uns das nette Paar dann ein perfektes Abendessen gezaubert: Salat mit eigenen Oliven als Vorspeise, dann Straußenfleisch mit Champignon Soße, afrikanische Spätzle und Gemüse. Da der Mann gelernter Koch ist, hat das Ganze natürlich suuper geschmeckt. Er hat uns dann noch etwas über Straußenfleisch und die richtige Zubereitung erzählt und man hat gemerkt, dass das Essen mit Leidenschaft gekocht war :)
Als es dann richtig dunkel war, konnte man erstmal staunen. So einen Sternenhimmel habe ich noch nie gesehen. Selbst die kleinsten Sterne war sichtbar! Man konnte sich richtig darin verlieren. Ich hab auch eine Sternschnuppe gesehen!
Unsere zweite Nacht war leider ähnlich wie die erste, viele Tiere und viel Hitze. Die riesigen Mückenstiche, die ich schon von der ersten Nacht hatte, haben Gesellschaft bekommen. Wie sich nachher rausstellte, waren die extrem angeschwollenen Stiche gar keine Mückenstiche, aber dazu später mehr..
Am nächsten Morgen sind wir früh aufgewacht und direkt wieder in den Pool gehüpft. Wir haben dann auch am Pool geduscht, weil unsere Dusche von einer ungefähr 20 cm großen, spinnenartigen Heuschrecke besetzt war. Das Frühstück war wieder super, es gab Crepe! Ich hatte einen mit Zimtzucker, Schokolade uuund Amarula :) Man gönnt sich ja sonst nichts ;) Die Jungs hatten einen deftigen mit Bolognese Füllung.
Wir haben uns dann noch mit dem Paar über Daniela Katzenberger unterhalten, die mal auf Amber Lagoon gedreht hat. Das war witzig, die haben sich total über ihren 'Blingbling' aufgeregt und fanden sie total schrecklich.
Nach der Verabschiedung fuhren wir zu den Cango Caves, die ein paar km von Oudtshoorn entfernt sind. Das sind riesige Tropfsteinhöhlen mit den größten Stalagtiten der Welt.
Dort trafen wir dann plötzlich auf Menschenmengen, und einer riesigen Anlage vor den Höhlen, in denen die Touristen gebändigt und in Gruppen gesteckt wurden.
Um Punkt halb eins gings dann rein, zusammen mit 100 anderen Menschen und einem Guide, der schwuler nicht hätte sprechen können :D
Ein Riesenstalagmit
Es war so faszinierend, was die Natur hier geschaffen hat! Man konnte alle möglichen Formen und Gesichter in den Steinen erkennen. Oder eine Orgel oder ein Vorhang, wie hier:
Der Abstecher und die einstündige Tour hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Auf dem Weg kamen wir dann an einem Schild vorbei, das zu einem Wasserfall gezeigt hat..wir dachten, ein weiterer kleiner Abstecher kann nicht schaden, und sind den Schildern Richtung 'Rust Vreede Falls' gefolgt. Leider musste unser kleiner VW Polo hier schon wieder einiges aushalten, denn es ging kilometerlang über einen Schottermatschweg durch die Natur. Dann mussten wir noch ein kleines Stück über Brücken und Treppen wandern, bis wir ihn endlich gefunden hatten. Es war herrlich! Man konnte das frische Wasser dort fast riechen, und ich konnte meinen Fuß kühlen, der durch einen Stich mittlerweile ganz schön geschwollen war.
Hier kommt das Trinkwasser der Umgebung her!
Eine Drachenraupe!

Los gehts, der Weg ist das Ziel!

Nach 4stündiger Verspätung - geplant war, um 9 los zu fahren - hatten wir es geschafft. Unser Auto war gepackt, wir vier (Leonie, ihr Freund David, Lucas und ich) saßen drin und Pam (unser Navi) war eingestellt auf Robertson. Unsere Route ging über die Route 62, die längste 'Weinstraße' der Welt zuerst durch die Winelands, also landeinwärts. Die Landschaft im Landesinneren ist wirklich auch eine Reise wert, man fährt mitten durch wunderschöne Berge. Leider haben wir keine Baboons/Paviane gesehen, die dort eigentlich öfter rumturnen. Nach so 2 Stunden waren wir dann im ruhigen, gemütlichen Robertson, wo es nicht viel gab außer ein paar netten Häuschen, Supermärkten und einer Hand voll Restaurants. Da wir alle schon mal in Kapstadt Weinproben gemacht haben, haben wir uns das gespart und sind dirket im Bourbon Street Restaurant essen gegangen, das uns empfohlen wurde. Das erste Mal von gaanz vielen Malen, das wir super lecker essen waren.
Unser Backpackers war sehr schön und gemütlich, mit großem Garten, vielen Sofas und Büchern, einem Fernsehraum und einem 'marokkanischen' Shisha/Bar Raum. Wir haben in einem Viererzimmer geschlafen.
Naja leider haben die Hitze und die Moskitos uns nicht viel schlafen lassen...
Robertson Backpackers

Mittwoch, 1. Januar 2014

Frohes neues Jahr!

Kaum zu glauben. 2013 war bestimmt das schnellste Jahr in meinem Leben. Es ist einfach so viel passiert. Jetzt ist schon 2014 (hört sich für mich noch nach Zukunft an), und wir fahren DIESES JAHR schon wieder nach Hause! :( Naja, 8 Monate haben wir noch.
Jetzt erstmal von den letzten Tagen:
Nachdem wir am Freitag im Bay Harbour Market waren, einem Markt für Klamotten, Kunst, Kultur und vor allem leckerem Essen, habe ich angefangen, mich schlecht zu fühlen. Mein Gefühl hat sich bestätigt, die nächsten drei Tage lag ich dann im Bett und hab mich gehegt und gepflegt, so dass ich zum Glück für Silvester wieder fit war.
Gestern haben wir erstmal einen Großeinkauf für unseren Housemates Braai gemacht. Da hier fast jeder Vegetarier ist (mich übrigens neuerdings eingeschlossen...ich will es mal ausprobieren), waren Veggie-Burger das einzige, was gegrillt wurde. Wir hatten ein paar Salate, gefüllte Tomaten, die super lecker waren, und ganz viel Weißwein.
Später kamen Aziz, Nathalie und Zahraa zu uns, um mit uns auf den Signal Hill zu fahren.
Quer durch eine vollgestopfte verrückte Stadt mussten wir...zum Glück sind wir früh los gefahren.
Auf dem Signal Hill war es dann natürlich auch voll, was auf der einzigen, schmalen Straße, die da hoch führt, ganz schön unbequem wurde.
Leider irgendwann zu unbequem - Zahraa ist von der Straße abgekommen, das halbe Auto hing neben der Straße - ein ganzes Stück tiefer. Wir waren zuerst geschockt, fanden es dann aber irgendwie super lustig...alle möglichen Leute kamen, um uns zu helfen. Fünf Schränke kamen dann schließlich aus dem Nirgendwo und haben das Auto wieder auf die Straße gehoben. Da hatten wir schon wieder Glück:)
Um halb 12 hatten wir es dann geschafft, und saßen alle zusammen mit Nudelsalat und Weißwein am Hang, mit der ganzen Stadt vor unseren Füßen. Ums uns herum saßen jede Menge andere Leute, manche sogar ausgestattet mit Picknickdecke, Kühlboxen, Fernglas und Videokamera.
Kapstadt bei Nacht :)
Dann haben alle zusammen den Countdown gezählt, und wir 7 wären bei unseren Umarmungen fast den Hügel runter gefallen.
Es war toll, die Feuerwerke von da oben aus zu sehen. Das mit Abstand größte und schönste war über der Waterfront:
ein MiniFeuerwerk in der Stadt:
Heute haben wirs dann wie die meisten Kapstädter gemacht - ab an den Strand. Wir haben uns Bikini Beach ausgesucht, weil wir da noch nie waren, es aber sehr schön sein sollte. Mit Auto und Navi ist ja jetzt alles möglich! :)
Als wir dort ankamen, war es brechend voll. Wir haben uns aber nicht die Laune verderben lassen uns uns einfach mitten rein gelegt, direkt ans Meer, so dass uns das Wasser ein paar Mal fast übers Handtuch gelaufen wäre.
Das Meer war sooo angenehm heute. Bei bestimmt 30 Grad und praller Sonne war es zu schön, da einfach ganz oft reinspringen zu können und auch wirklich schwimmen zu können. Anders als in Camps Bay etc. ist das Wasser in der False Bay ja 'mild'.
Ach ja, von heute morgen hab ich auch noch was zu erzählen. Da der Strom um ca. 3 Uhr nachts ausgefallen ist, bin ich heute morgen extra früh aufgestanden, um Strom beim Kiosk zu kaufen. Leider hatten die keinen Strom mehr...aber Spar hatte offen! Wir hatten schon wieder Glück und konnten dort Strom kaufen, um den Kühlschrank endlich wieder anzumachen.
Hoffentlich haben wir auch auf unserer Reise Glück. Morgen gehts looos! 10 Tage Roadtrip,
Garden Route wir kommen!