Mittwoch, 19. Juni 2013

Vorbereitungsseminar


Das Vorbereitungsseminar in Bad Breisig war für mich eine sehr schöne Erfahrung. Kaum jemand der 29 sehr unterschiedlichen Freiwilligen kannte sich vorher, doch wir verbrachten neun wirklich spaßige und interessante Tage miteinander.
Schon nach dieser kurzen Zeit Freunde zu haben, die einen nach Kapstadt begleiten, hat mich gefreut und erleichtert. Was wir so gemacht haben, kann man am besten im (schon verkürzten) Protokoll nachlesen.

Protokoll Vorbereitungsseminar 02. – 10.06.2013
Freizeitpädagoisches Zentrum Eifeldorf – Bad Breisig

Sonntag, 02.06.: Anreisetag
16.30 Uhr Begrüßung und Vorstellung, Kennenlernen der Teilnehmer
17.15 Uhr World Cafe „Was mache ich, wie waren meine letzten Wochen“
17.45 Uhr Dialogue Walk „Was sind die wichtigsten Stationen in deinem Leben, die dich hierher geführt haben, die dich dazu veranlasst haben nach SA zu gehen?“
18.05 Uhr Landkartenbild (Vernetzung deutsche und südafrikanische Heimat)
18.25 Uhr „Was soll in den 10 Tagen passieren, damit ich mich gut auf den
Freiwilligendienst vorbereitet fühle“, „was soll auf keinen Fall passiert sein“, „was kann
mein Beitrag dazu sein?“
18.55 Uhr Programm für das Seminar, Organisatorisches, Ausgabe der Lerntagebücher
19.25 Uhr Abendessen
20.30 Uhr Persönliche Geschichten anhand eines symbolhaften Objekts

Montag, 03.06.: SAGE Net, die Welt und ich, meine Rolle als Freiwilliger
09.10 Uhr Konzentrationsübung
Tagesprogramm: Was passiert in der Welt, was bedeutet das für meinen Freiwilligendienst
09.20 Uhr Singen für die Geburtstagskinder Timo und Christoph
09.50 Uhr „Was ist eigentlich SAGE Net?“
10.20 Uhr Weltspiel (Verteilung von Vermögen auf der Welt, Co2-Ausstoß)
10.50 Uhr World Cafe „Habt ihr bereits eine persönliche Geschichte erlebt, die euch beeindruckt hat oder euch gezeigt hat, was gerade in der Welt los ist?“
11.20 Uhr Diskussion: Globalisierung, Ungleichgewicht, Verantwortungsgefühl, Konsumkritik, Färbung der medialen Berichterstattung, Vielfalt, Verteilung der Entscheidungsmacht „richtiges“ Helfen
11.55 Uhr World Cafe 2 „Was haben die Welt-Ereignisse mit mir zu tun und wie beeinflusse ich das oder werde davon beeinflusst?“
12.15 Uhr Dialogspaziergang „Wie möchte ich meinen Freiwilligendienst gestalten, um den Ereignissen in der Welt gerecht zu werden?“ + Festhalten der Gedanken im Lerntagebuch
Mittagspause
15:15 Energizer
15.30 Uhr Skulpturenbau zur Selbstreflexion
16.15 Uhr Notizen: „Was wünscht du dir für dein Freiwilligenjahr und deine Zeit im Projekt?“, „Was könnten deine größten Herausforderungen sein?“, „In welchen Situationen hast du in der Vergangenheit Herausforderungen erfolgreich gemeistert?“, „Welche speziellen Kompetenzen von dir waren dabei hilfreich?“, „Was könntest du nach dem Jahr alles gelernt und beigebracht bekommen haben?“, „Was wird oder könnte für dich der tiefere Sinn sein?“
17.40 Uhr Verbinden aller Skulpturen zu einem Mobile
18.40 Uhr Gruppenfoto
19.00 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Filmabend: Drum

Dienstag, 04.06.: Apartheid, Sicherheit -alles auf Englisch
09.00 Uhr Konzentrationsübung zu Musik
Tagesprogramm: Ausschnitt aus der Apartheidsgeschichte in Südafrika, Einfluss dieser Geschichte auf das heutige Südafrika, Auswirkungen auf meine Rolle als Freiwilliger, Sicherheit in Südafrika
09.20 Uhr Energizer „I’m going on a train“
09.30 Uhr Reflexion des Films “Drum”
09.45 Uhr Aspekte der Apartheid
10.25 Uhr "Wie wird die Apartheidsgeschichte deinen Freiwilligendienst beeinflussen?"
10.35 Uhr Bevölkerungsverteilung und Entwicklung in Südafrika, Terminologie im heutigen Südafrika
10.45 Uhr Präsentationen, z.B.: „Wie konnte das System der Apartheid entstehen?“, „Was hat es für das Leben der Menschen bedeutet?“,  „Welches Zusammenspiel von Faktoren hat der unterdrückten Mehrheit die Macht gegeben, die Apartheid doch noch zu zerstören?“, „Wie macht das Truth and Reconcilliation Council einen Übergang in ein post-Apartheid Südafrika möglich?“
Mittagspause
14.50 Uhr Energizer
15.05 Uhr World Cafe: aktuelle südafrikanischen Nachrichten; „What do the articles in front of you tell you about how racial diversity in South Africa is handled today?”, “What types of issues and different perspectives can you identify?”
16.10 Uhr Dialogspaziergang: „How can you as a volunteer behave in a sensitive and appropriate way in this context in terms of attitude, actions and don’ts?”
17.45 Uhr Sicherheit in Südafrika: Safety at home and work, safety out and about and safety at night
19.00 Uhr Abendessen, danach offener Abend mit Lagerfeuer

Tina, Leonie, Lucas Willi

Mittwoch, 05.06.: Kultur, interkulturelles Lernen, Perspektivenwechsel
Tagesprogramm: verschiedene Kulturmodelle und Kulturstandarts, die eigene Kultur, Stereotype und
kulturelle Brille
09.05 Uhr Enegergizer
09.15 Uhr Claus Bernhard: “Was bedeutet Kultur?“
09.25 Uhr Präsentation: Modell der individuellen Kultur, der nationalen Kultur und der individuellen Kultur
09.45 Uhr Lerntagebuch: „Zu welchen Kulturen gehöre ich?“
10.20 Uhr interkulturelles Kartenspiel + Reflexion
11.30 Uhr Präsentation: Modell Kultureller Eisberg, unterschiedliche kulturelle Prägung und Kulturstandarts und die Unterscheidung von diesen zu Stereotypen
12.30 Uhr deutsche Kulturstandarts
13.20 Uhr Präsentation: deutsche Kulturstandarts im Vergleich zu südafrikanischen Kulturstandarts
Mittagspause
15.45 Uhr Energizer
16.40 Uhr Diskussion: Möglichkeiten auf kulturelle Irritationen einzugehen und in wie weit man sich anpassen kann, ohne sich selber aufzugeben
18.00 Uhr Albatros Simulation eines Rituals
19.00 Uhr Reflexion: eine Interpretation ist nicht möglich, da man mit Anlegen der eigenen Maßstäbe nicht weiter kommt; eine offene Haltung, Respekt und Kommunikationsbereitschaft können helfen
20.00 Uhr Abendbrot, danach freier Abend

Donnerstag, 06.06.: kultureller Rassismus und Lernausflug
Tagesprogramm: Kultureller Rassismus und Kolonialsprache, Lernausflug und Abendprogramm
09.10 Uhr Energizer
09.20 Uhr richtige Berichterstattung, Diskussion über verschiedene Zitate
11.00 Uhr Bananenspiel (Teilnehmer werden mit ungekochten Spaghetti und 3 Bananen ausgesetzt, sollen den Tag mit Tauschen gegen wertvollere Gegenstände, Essen kochen und Erzählen verbringen)
19.00 Uhr Treffpunkt im Kurpark, gemeinsames Picknick und Teilen der Geschichten des Tages

Freitag, 07.06.: Versicherung und Policy
Tagesprogramm: Auswertung des Lernausfluges, Versicherung, SAGE Net Policy, Organisatorisches
09.10 Uhr Energizer
09.20 Uhr „Was waren die Highlights des gestrigen Tages?“ „Was haben diese Erlebnisse mit meinem Freiwilligendienst zu tun?“
10.00 Uhr Frau Schwarzbrunn (Dr. Walter GmbH): Präsentation zum Versicherungsschutz in Südafrika
Mittagspause
14.00 Uhr Präsentation durch Carola: SAGE Net Policy, Verwendung der Spendengelder, Organisatorisches; Ausgabe der Visa-Dokumente
19.00 Uhr Abendessen und freier Abend

Samstag, 08.06. HIV/AIDS, Alumnis und Bedeutung Freiwilligendienst
Tagesprogramm: HIV/AIDS, Sinn und Unsinn eines Freiwilligendienstes, Erfahrungsaustausch
09.10 Uhr SAGE Net Shirts werden verteilt, Gruppenfoto
09.45 Uhr Holger (AIDS Hilfe Köln): Präsentation HIV/AIDS
12.50 Uhr Elke erzählt ihre persönliche Geschichte
13.20 Uhr Lerntagebuch „Was waren eure wichtigsten Erkenntnisse des Vormittags und was nehmt ihr euch in Bezug darauf für euren Freiwilligendienst vor?“
Mittagspause
15.00 Uhr  Energizer
15.10 Uhr angekommene Gäste vor: Jakob, Hannah, Anna, Samuel, Christina
15.15 Uhr Der Geheime Freund
15.25 Uhr Stationen zu „Sinn und Unsinn eines Freiwilligendienstes – Helfen, lernen, entwickeln“
1 Film „Wildlife in Südafrika“
2 Diskussionsrunde „Freiwilliger – Helfende Hand oder treibende Kraft“
3 Artikel „Arme eine Welt“
4 Zitat „ When you come only to help you can go home. But when you consider my
struggle as part of your struggle then we can start to work together”
ab 17.30 Uhr Braai und lockere Gesprächsrunden

Sonntag, 09.06.: Alumnis, Projektvorstellungen, Teambuilding
09.25 Uhr Rekapitulation der letzten Tage, Klärung offener Fragen
10.00 Uhr Gespräche mit den Alumnis zu Arbeit, Leben, Freizeit
Zusammenfinden in Projektteams: Erstellung eines Posters
11.30 Uhr Ausstellung und Vorstellung der Plakate
12.30 Uhr Dialogue Walk: Austausch der Projektpartner "Wie könnt ihr euch gegenseitig in schwierigen Zeiten unterstützen?"
Mittagspause
15.00 Uhr Organisation des Abschlussfestes
15.45 Uhr T-shirtaktion: Aufdruck eines gemeinsamen Motivs mit Textilfarben und Schablonen
19.00 Uhr Abendessen
21.00 Uhr Abschlussfest bis Open End!

Montag, 10.06. Unterstützerkreis, Feedback und Abschluss
10.00 Uhr Auschecken
10.15 Uhr Body Percussion
10.30 Uhr Ideen für den Unterstützerkreis
12.15 Uhr Brief an sich selbst: „Wie geht es mir jetzt nach dem Vorbereitungsseminar und kurz vor dem Abflug?“, „Was ist wichtiges passiert?“, „Was kann ich tun, damit sich meine Wünsche für das Freiwilligenjahr erfüllen und wer kann mich dabei noch unterstützen?“, „ Was wird sich während des Jahres für mich ändern, was werde ich beibehalten?“, „Wie plane ich mit Herausforderungen umzugehen?“, „Was kann ich zur Arbeit in meinem Projekt beitragen?“, „Welche Fragen, die ich mir bisher noch nicht gestellt habe, sind für mich so wichtig, dass ich sie in den kommenden 12 Monaten für mich beantworten will?“
13.00 Uhr Abschlussrunde: „Das nehme ich mit“, „Darauf freue ich mich“, „Das möchte ich noch sagen“
13.45 Uhr Schildkrötenpanzer (jeder schreibt den anderen Nettes auf ihr Plakat auf dem Rücken)
14.30 Uhr Mittagessen und Abreise

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