In nur einer Dreiviertelstunde waren wir dann in P.E. und in unserem "Flashpackers" Island Vibe. In unserem Backpackerführer wurde es als etwas luxuriöser beschrieben und deshalb Flashpackers genannt;) Das war nach dem heißen Addo Park, mit geschwollenem Arm und Fuß und drei fast schlaflosen Nächten hintereinander genau das Richtige. Wir hatten ein Apartment mit 2 Schlafzimmern gemietet, das auch ein großes Wohnzimmer und eine große Küche hatte. Außerdem gabs einen Jacuzzi und einen Pool, freies Internet etc....also richtiger Luxus, für umgerechnet 17 Euro pro Person!
Erstmal haben wir also richtig entspannt. Leider ist das Wetter plötzlich umgeschwungen, und es hat wie aus Kübeln gegossen, so dass der Pool uns dann auch nicht mehr viel gebracht hat ;D
Abends haben wir dann eingekauft und gekocht. Während wir dann bei uns in der Küche saßen, wurde mein Arm immer dicker und schmerzhafter. Ich konnte kaum noch was mit meinem Arm machen, langsam wurde er taub und ich hatte ein komisches Gefühl bis in die Fingerspitzen. Also - ab ins Krankenhaus. Wie schon vermutet, war das kein normaler Moskitostich, auf den ich allergisch reagiert habe, sondern ein Spinnenbiss. Ein wenig geschockt war ich schon, die Vorstellung, dass nachts Spinnen auf einem rumkrabbeln, ist nicht so schön...aber es wurde noch besser! Ich habe dem Arzt auch meine restlichen Flatschen gezeigt, ich war ja regelrecht übersät davon, und er meinte, dass das alles Spinnenbisse seien. Suuper. Ich habe dann Antihistamine verschrieben bekommen.
Auf dem Weg raus aus der Notaufnahme haben wir dann leider noch etwas schreckliches mitbekommen - eine Frau kam rein, blutüberströmt und mit blauem Auge, die vermutlich von Jugendlichen mit Messern angegriffen wurde. Solche schlimmen Dinge bekommt man hier wirklich öfter mit...bzw. man hört meistens davon. Die Frau zu sehen war schon krass.
Wir sind dann wieder zurück ins Island Vibe gefahren und sind in unsere Betten gefallen - die letzten Nächte waren ja ganz schön anstrengend. Aber diese wurde dann herrlich. Ein gemütliches Bett, keine Tiere, keine Hitze, keine schnarchenden Menschen.
Am nächsten Morgen haben wir wie immer um 10 ausgecheckt und sind dann weiter nach Jeffreys Bay gefahren, das auch nur ungefähr eine Dreiviertelstunde weiter liegt. Es war super entspannt, immer nur noch kürzere Strecken zu fahren.
In Jeffreys Bay, die Surfermetropole, haben wir im 'African Ubuntu' gewohnt, ein cooles, gemütliches Backpacker mit surfer hippie Atmosphäre ;) Wir hatten dort wieder Doppelzimmer und das Badezimmer mit super Dusche gegenüber. Leider war das Wetter immer noch nicht besser, so dass wir nicht ins Meer konnten, aber wir sind trotzdem an den Strand gefahren.
der Spinnenbiss - schon wieder fast abgeschwollen
Der Strand war so schön, dass er selbst bei grauem Himmel noch schön war ;)
African Ubuntu
Wir haben witzige Menschen im Ubuntu getroffen- erst einmal waren dort glaube ich grundsätzlich alle gechillt und die meisten bekifft. Wir haben einen Brasilianer kennen gelernt, der unbedingt mit uns zu einem Wasserfall fahren wollte, aber nicht mehr klar denken konnte. Die meisten dort waren Surfer, also so Surfer wie aus dem Bilderbuch, die in den Hängematten im Garten unter Palmen und Bananenbäumen gechillt haben. Es gab auch noch einen Raum mit Sofas und eine Hollywood Schaukel und überall Plätze zum chillen. Also alles gechillt hoch 10. Ich fand den 'Vibe' super, zumindest war es entspannt und die Leute waren sehr nett. Uns wurde das Restaurant Kitchen Windows empfohlen, das direkt am Strand liegt. Dort haben wir Seafood zu Mittag gegessen - alles super frisch, wir saßen ja praktisch an der Quelle.
Abends sind wir nochmal in einem Restaurant essen gewesen, das uns empfohlen wurde, und hatten kleine Sushi Platten. Das war glaube ich das beste Sushi, das ich je gegessen habe - in einem Restaurant, das überhaupt nicht schick war, eher rustikal, mit Piratendeko;)
Am nächsten Morgen sind David, Leonie und ich früh an den Strand gefahren, um uns ein bisschen zu bewegen und damit das ganze Essen nicht an unseren Hüften kleben bleibt. Es ist ja so anstrengend, im Sand zu joggen, aber es tat guut. Im Ubuntu hatten wir dann kostenloses Frühstück, sind aber direkt danach wieder an den Strand gefahren - die Sonne war wieder da!! Nach einem richtigen Strandtag mit viel Sonne und Wellenhüpfen und Sonnenbrand gings dann mal wieder weiter.
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