Sonntag, 25. Mai 2014

Obz Life

Und hier noch ein Update von meinem Kapstädter Leben..
In meinem Alltag hat sich nicht viel geändert - er wird nur einfach immer alltäglicher;)
Gut, wir haben einen neuen Mitbewohner (der leeider sehr schnarcht, und zwar so laut, dass die Wände zittern und man es im ganzen Haus hören kann), da Magdalena wieder zurück in die Schweiz gegangen ist. Steph wird leider auch bald 6 Milner verlassen, und Christina auch, so dass wir dann schon bald 3 neue Mitbewohner haben werden.
Lucas hat gerade wieder Besuch aus Deutschland - Marian, sein bester Freund, wohnt gerade für 2 Wochen bei uns. Wir sind am Freitagabend mal wieder alle zusammen in die Manhattan Bar in Green Point gefahren, wo wir schon öfter waren und immer super viel Spaß haben. Und weil wir so lange nicht feiern waren, ging es gestern Abend weiter mit Stephs Abschiedsparty bei uns zuhause. Ich war ziemlich müde aber das Haus war voll mit Menschen, African House Musik mischte sich mit Old School Hip Hop und Reggae, und Steph musste schließlich gefeiert werden. Ich hätte ja sowieso nicht schlafen gehen können;) Und ich war froh, dass ich tatsächlich mal wieder topfit bin und meine Wochenenden nicht mehr Tee trinkend im Bett verbringen muss.
Leonie geht es auch wieder gut - ihr wurden vor zwei Wochen die Mandeln raus operiert, weshalb sie 5 Tage im Krankenhaus war. Ich war jeden Tag da und so haben wir einmal die Erfahrung von südafrikanischen Krankenhäusern gemacht. Alles natürlich, wie auch nicht anders zu erwarten, etwas langsamer als in Deutschland, aber der Standard dort ist sehr gut, da es ein privates Krankenhaus ist.
Ansooonsten... bricht der Herbst/Winter herein, und ich mache schon deutlich weniger als noch im Sommer, als ich andauernd nach der Arbeit in die Stadt oder an den Strand gefahren bin. Es wird langsam, leider, einfach ungemütlich. Aber ich versuche ab jetzt, die letzten Monate trotzdem noch gut zu nutzen, zum Beispiel für ein bisschen Kultur ;) Letzten Mittwoch waren Leonie, Lucas, Marian und ich im Musical "Blood Brothers" im Fugard Theater im ehemaligen District 6.
Es ging um Zwillinge, die bei ihrer Geburt getrennt wurden, und bei einer armen und einer reichen Familie aufgewachsen ist. Alles spielte im District 6 zu Apartheidszeiten, als dort noch eine Coloured Wohngegend war. Ich fand die Story und die Darsteller wirklich gut, aber es war insgesamt kein großes Musical mit vielen Effekten, Bühnenbild und Chor, sondern alles etwas minimiert.
Ich liebe es aber ja generell, zu kulturellen Sachen zu gehen und Theater von innen zu sehen und einfach die Kulturszene einer Stadt kennen zu lernen:)


Goldener Herbst in Kapstadt

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