Sonntag, 27. Juli 2014

Durban

Durban ist die drittgrößte Stadt in Südafrika und besitzt den größten Hafen Afrikas. Dort leben etwa 3 Millionen Menschen verschiedenster Kulturen zusammen. Besonders groß ist der Anteil der indischen Bevölkerung. An 320 Tagen im Jahr scheint die Sonne und das Wasser des Indischen Ozeans wird hier nie kälter als 20 Grad.
So viel zur Touri Info! ;) Da wollten wir also am Samstag hinfahren. Die bisher längste Strecke hatten wir vor uns - 8 Stunden Fahrt, praktisch alles wieder zurück, die Wild Coast wieder hoch. Wieso? Also, die anderen sind schuld. Sie planten nämlich, nach Durban noch eine Woche in St Lucia zu verbringen, das noch weiter nördlich liegt.
Rural Areas
Wir fuhren nicht am Meer entlang, sondern nahmen die schnelleren Straßen im Inland. Zwischendurch fuhren wir immer wieder durch Dörfer und kleinere Städte, in denen es plötzlich vor Menschen und Tieren nur so wimmelte, und dann waren wir auf einmal wieder mitten auf dem Land, rechts und links nur Hügel, Felder, Wälder..
Während der Fahrt musste man höllisch auf Tiere auf der Fahrbahn achten. Da es so gut wie keine Absperrungen oder irgendeine Form von Abgrenzungen gab, waren mal Ziegen, mal Kühe, mal streunende Hunde auf der Straße, ab und zu liefen sogar Menschen am Rand der Schnellstraßen.
Auf halber Strecke machten wir deshalb eine entspannende Kaffee-und Kuchen-Pause in einer Luxuslodge im Wald.
Als wir es geschafft hatten und im Tekweni Backpackers auf der 10th Avenue in Durban angekommen waren, wurde uns plötzlich gesagt, dass keine Reservierung vorläge. Und keine Betten in den Dorms waren noch frei. Mist.
Offensichtlich hatte der nette Mensch hinter der Bar aber Mitleid mit uns und machte uns einen Special Price für die Doppelzimmer. Zwar immer noch teurer als geplant, aber wir nahmen das Angebot an und hatten das erste Mal auf der Reise mal Privatsphäre :)
Am Abend wurde aus unserem Trio wieder ein Quartett. Wir holten Christoph in der Stadt ab, der mit dem Bus von Joburg angereist war. Zusammen gingen wir auf die Florida Road (da wo sich das Nachtleben Durbans abspielt) und aßen indisch im "House of Curries" (spicy!). Dann gönnten wir uns einen Frozen Yogurt und flanierten und schauten uns die Bars an.
Bei uns im Backpacker war aber auch ganz schön was los.. Das Tekweni ist dafür bekannt, dass hier fast jeden Abend eine Party steigt. Wir waren nicht ganz in Feierlaune und schauten uns nur das Fußballspiel Holland-Brasilien an und spielten Karten und Billiard.
Am nächsten Morgen musste ich mich leeeeider schon von den dreien verabschieden - für mich endete die Reise in Durban.
Wir machten uns auf zum Flughafen, wo wir noch einmal zusammen frühstücken wollten, und dann ging es für die 3 weiter nach St Lucia. Es gestaltete sich aber alles komplizierter als gedacht... Das Navi brachte uns zuerst zum alten Flughafen in der Nähe des Hafens, wo natürlich nichts mehr war. Der neue Flughafen befand sich außerhalb der Stadt, 40 km weiter. Ups.
So schnell es ging, zum Glück hatten wir einen Zeitpuffer, fuhren wir über die Autobahn zum King Shaka Airport. Alles noch rechtzeitig, nur fürs Essen war keine Zeit mehr.

Dann flog ich also zurück nach Hause, und nahm eine Meeenge wunderschöner Erinnerungen mit.
Kapstadt und ich waren wieder vereint!

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