Port Shepstone
Montag Morgen: Lucas, Tina, Barbara und Leonie plus ne Menge Gepäck waren im Auto verstaut, nicht zu vergessen den Zitronenkuchen, das Navi war auf Port Shepstone eingestellt - Los gehts!
Alles war startklar für unseren zweiten großen Roadtrip durch Südafrika.
Unsere Fahrt führte uns durch endlose Weiten - zuerst aus Johannesburg raus durch die Provinz Gauteng, dann durch drei weitere Provinzen: Mpumalanga, Free State und Kwa Zulu Natal
kreative Phase in der Einöde..
Die Landschaft unterwegs war ein Traum!!
Wir hatten auch definitiv genug Zeit, um sie uns anzuschauen. 7 Stunden fuhren wir und kamen zur Dämmerung an der Küste an.
Meer in Sicht!
Erstes Backpacker: "The Spot". Wunderschön direkt am Meer gelegen mit eigenem Eingang zum Strand, kleinen Hütten, einer Feuerstelle und vielen Palmen drumherum. Im Haus gabs eine Bar und einen Fernsehraum, eine Küche mit allem drum und dran und nebenan ein Viererzimmer und ein Doppelzimmer für uns. Hier blieben wir 2 Nächte.
Nach unserer Ankunft hatten wir alle mächtigen Hunger und fuhren zu einem der einzigen Restaurants in dem kleinen Örtchen. Es war sehr gemütlich und das Essen war spitze - wir hatten Lust auf Fisch und uns wurde extra ein Salat mit frischem Thunfisch gemacht. Abends saßen wir mit den anderen Gästen draußen, spielten Rommé und gönnten uns Rotwein.
Ein super Anfang für ne super Woche :)
Am nächsten Tag war Abenteuer angesagt. Wir fuhren zu 'Oribi Gorge', einer riesigen Schlucht etwas weiter im Inland. Man konnte drüber laufen (auf der wackeligen Brücke hier), runter springen (Bungee jumpen) oder an einem Seil herüber fahren. Uns war die Brücke schon Adrenalin genug, leider war auch das Wetter nicht so optimal..
Wir entschieden uns für eine kleine Wanderung, als die Sonne herauskam und genossen die Landschaft. Zwischendurch gerieten wir in eine Diskussion über Südafrika...was sind die größten Probleme im Land, woher kommen sie, was kann getan werden, usw...solche Dinge beschäftigen uns natürlich alle nachdem wir fast ein Jahr in Südafrika gelebt haben. Ich muss sagen, ich bin nach wie vor vorsichtig, mir eine Meinung zu bilden - auch nach 11 Monaten hat man ein Land nicht durchblickt, und meist laufen die Diskussionen ins Leere, so dass es mir manchmal sinnlos erscheint, sie immer wieder zu bereden.
Ich bin aber zur Einsicht gekommen, dass es trotzdem wichtig ist, über die Probleme nachzudenken und zu reden, denn sonst besteht die Gefahr, sie zu vergessen. Vielleicht durchblickt man dieses Land nie wirklich, egal wie lange man schon hier lebt, und wird nie wirklich etwas tun können, geschweige denn zu einer Lösung kommen, aber man kann wenigstens versuchen, in seinem Denken nicht einzurosten und so der Bildung von Vorurteilen vorbeugen.
Weite
Im Hintergrund sieht man eine Zuckerfabrik. Rund um Port Shepstone wird sehr viel Zuckerrohr abgebaut. Es war wirklich alles voll von Zuckerrohr Feldern, und wir haben viele Leute beim Vorbeifahren gesehen, die auf Zuckerrohr herumkauten - zuerst dachten wir, dass es normale Stöcke seien, und waren etwas verwundert. Es soll aber ziemlich gut schmecken...
Hier haben wir uns die Stelle der Fischer angeschaut - dort, wo der Fluss ins Meer mündet, sind besonders viele Sardinen (und Haie).
Unser treues Gefährt!
Nachmittags überlegten wir hin und her, was wir tun könnten - eine Riesenauswahl an touristischen Attraktionen gab es nicht.
Die Besitzerin unseres Hostels empfahl uns, doch mal nach Shelly Beach zu fahren.
Gesagt, getan, gefahrn, angekommen:
Der Strand war wirklich wunderschön und wir kamen gerade rechtzeitig zur Abendsonne.
In Shelly Beach überlegten wir uns dann ein deliziöses Abendessen, das wir selbst kochen würden. Wir dachten, da wir am Meer wohnen, muss es auch Essen aus dem Meer sein. Wir kauften uns einen ganzen frisch gefischten Fisch, Nudeln und Gemüse und machten uns ein Dinner, das das 'perfekte Dinnner' hätte gewinnen können.
Unser Zimmer
Abends war dann WM angesagt. Das legendäääre Spiel Deutschland - Brasilien. Es war einer der besten Abende! Wir waren zwar die einzigen Deutschen, aber es war auch cool, das Spiel zusammen mit Leuten aus der ganzen Welt zu sehen. Natürlich waren wir diejenigen, die am allermeisten ausgerastest sind. Wir haben uns ja kaum noch einkriegen können. 1,2,3,4,5,6,7.... Wir dachten, das wäre ein Witz des südafrikanischen Fernsehens, und mussten erstmal checken, dass das auch mit rechten Dingen zugeht.
Völlig erschöpft vom Freuen und Rumschreien fielen wir dann ins Bett.
Wir hatten nämlich einen Plan für den nächsten Morgen...
Wir schauten uns den Sonnenaufgang an! Das bedeutete, um 6:30 aufzustehen, aber es hat sich eindeutig gelohnt.
Wir genossen den sonnigen Morgen am Strand und packten dann unsere Sachen - weiter gings, die Wild Coast runter.

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