Nach zwei Wochen in Deutschland fühlt es sich schon an, als wäre man nie weg gewesen. Alles ist wieder normal geworden. Deutsch sprechen, mit Euro bezahlen, mit dem Fahrrad fahren, einen vollen Terminkalender haben, zuhause wohnen.
Allerdings hoffe ich, dass ich das Privileg, in Deutschland in Luxus zu leben und hier eine Familie zu haben, die für einen da ist, nie aufhören werde zu wertschätzen.
Mir wurde das und vieles mehr sehr bewusst, als ich vor zwei Wochen nach Hause gekommen bin.
Deshalb ist die anfängliche Zeit nach der Rückkehr eine sehr wertvolle, wie ich glaube.
Mit dem Geist noch gar nicht richtig angekommen, schaut man die eigentlich so vertrauten Dinge noch mit den Augen eines Fremden an. Und so fällt einem vielleicht viel mehr auf als im Alltagstrott.
Es ist die Zeit des "Neu-Erlebens" der Heimat.
Wobei ich erst einmal verdrängt habe, dass ich ja ein Jahr in Kapstadt war und es eigentlich ja ganz traurig ist, dass es vorbei ist, und ich viele Menschen vermisse. Das lagerte ich irgendwo im Hinterstübchen meines Gehirns. Denn gleichzeitig wirklich ankommen und in Gedanken noch Südafrika hinterher hängen, funktioniert nicht und ist ja irgendwie Quatsch.
Eins nach dem anderen. Ich denke, die Trauer Phase kommt vielleicht in den nächsten Wochen und Monaten, wenn ich mich in Leipzig niedergelassen habe und einen Alltag habe, der nicht so ferienmäßig ist wie jetzt.
Also, ganz im Sinne des Neu-Erlebens habe ich mich bei dem schönen Wetter in den letzten Tagen auf eine touristische Entdecker-Tour durch Köln gemacht. Ok, ich muss zugeben, Touri gespielt habe ich eigentlich nur wegen der Besucher in Köln. Zu Leonies Geburtstag sind nämlich die Südafrikaner angereist - Steffi, Christoph, Jakob, Ben und Stefan haben hier ein paar Tage verbracht und wir haben unsere schnelle kleine Reunion genossen.
Oh wie schön ist Köln am Rhein!
Im Rheinpark
In der Flora
(nichts wird ausgelassen! ;)
auf den Rheinterrassen
Wir genießen das Traumwetter!
Ich war den ganzen Tag mit dem Rad unterwegs. Fahrrad fahren habe ich nämlich sehr vermisst.
am Decksteiner Weiher
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen