Ich mag Dance for All so gerne. Die Leute dort habe ich jetzt schon sehr lieb gewonnen und freue mich immer, wenn ich morgens ankomme und erstmal einen Plausch mit Simone von der Rezeption halte. Weiter gehts mit Hope, mit der ich auch bestimmt eine Viertelstunde quatsche. Wenn man dann allen Guten Morgen gesagt hat, einen Tee gemacht hat und seine E-Mails gecheckt hat, kann man mit der Arbeit beginnen.
Wie ich schon geschrieben habe, bin ich oft in der Garderobe, um Listen von den Kostümen in den Computer einzugeben oder gemeinsam mit Tania Kostüme zusammen zu stellen und aufzuräumen.
Tania ist eine sehr nette Person und eine geniale Schneiderin. Sie kann ganze Kleider und Anzüge machen und wirklich aaalles reparieren.
Oft helfe ich auch Simone bei Bürokram, gestern zum Beispiel haben wir die Programmhefte für die Stepping Out Tour gemacht. Ich habe außerdem eine neue, etwas größere Aufgabe bekommen: Ich suche deutsche Sponsoren/Stiftungen für Dance for All. Dafür habe ich eine Liste bekommen mit potenziellen Stiftungen, über die ich auf den deutschen Websites erst einmal Informationen sammle und dann herausfinde, ob sie spenden würden oder nicht. Da ich momentan die einzige bin, die Deutsch spricht, fühle ich mich dabei ziemlich nützlich ;)
Toll ist auch, dass ich jeden Tag beim Training mitmachen kann. Contemporary fällt mir nach wie vor sehr schwer, aber beim Ballett und Pilates kann ich mithalten und gebe mein Bestes. Der Unterricht ist nur viel strenger und anstrengender als ich ihn von zuhause kenne, was ja klar ist, da die Schüler hier zu professionellen Tänzern ausgebildet werden. Philip Boyd zum Beispiel verteilt gerne Kläpse, wenn das Bein nicht hoch genug ist, oder wirft einen geradezu durch die Luft, wenn man nicht weit genug springt.
Und nach dem Pilates kann ich mich regelmäßig auf Muskelkater in den Tiefen meiner Tiefenmuskulatur freuen..
Diese Woche war ich auch wieder in Khayelitsha. Diesmal hat Josephine den Kindern Unterricht gegeben. Sie kann das wirklich sehr gut, und ist auch von ihrer Tanzakademie in Holland dazu verpflichtet, hier eine bestimmte Anzahl von Stunden zu geben. Vermutlich werde ich also, bis sie im Dezember wieder fährt, keine eigene Klasse haben, sondern mit Josephine zusammen unterrichten. Das ist aber noch nicht festgelegt, vielleicht fahre ich auch in ein anderes Township als sie, mal sehen. Meine erste Ballettstunde ist aber schon geplant!
süße Kinder beim Zugucken
Entspannung am Ende..
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